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Deutschland hat Europas schnellsten Supercomputer

Europas schnellster Supercomputer, der SuperMUC, ist am 20. Juli im Leibnitz-Rechenzentrum in Garching ans Netz gegangen.

Der SuperMUC can bis zu 3 Petaflos schnell rechnen, das sind drei Billiarden Rechenvorgänge pro Sekunde. Der Start des Computers ist Teil des fünfzigjährigen Jubiläums des Leibnitz-Rechenzentrums.

Der Computer ist der viertschnellste in der Welt, nach ähnlichen Maschinen in Japan und den Vereinigten Staaten. SuperMUC ist außerdem der energieeffizienteste Supercomputer der Welt; er verbraucht etwa 40 Prozent weniger Strom als seine Vorgänger.

„Der SuperMUC ist der dritte deutsche Höchstleistungsrechner, den europäische Anwender aus Wissenschaft und Industrie nun nutzen können”, sagte Deutschlands Forschungsministerin Annette Schavan während der Feier zur Inbetriebnahme des Computers. „Damit ist das deutsche Supercomputing-Netzwerk europaweit Spitze.”

Bau und Wartung des SuperMUC werden etwa 135 Millionen Euro „über die nächsten Jahre” kosten, sagte das Bundesministerium für Bildung und Forschung in einer Mitteilung. Die Kosten teilen sich die Bundesregierung und die Bayrische Landesregierung.

Das Leibnitz-Rechenzentrum wurde 1962 als Teil der Bayrischen Akademie der Wissenschaften gegründet, und vereint mittlerweile die Arbeit von 120,000 Wissenschaftlern auf der ganzen Welt. Zusammen mit zwei anderen Rechenzentren in Jülich und Stuttgart bilden die drei Zentren das Gauß-Zentrum für Supercomputing—den deutschen Teil von PRACE, der Partnership for Advanced Computing in Europe.