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Bachelor- und Masterstudiengänge sind gut etabliert

Zehn Jahre nach ihrer Einführung sind 85 Prozent aller Studiengänge in Deutschland im Bachelor- und Mastersystem angekommen. So informierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung am 8. August.

Das Bachelor/Mastersystem wurde am 15. August 2002 als Teil des Bologna Prozesses zur europäischen Hochschulreform in Deutschland eingeführt. In diesem System müssen Studenten ihren Kurs in höchstens vier Jahren beenden, bevor optional ein Masterkurs angehängt werden kann. In Deutschlands vorherigem Diplomsystem gab es weniger zeitliche Begrenzungen zur Vervollständigung eines akademischen Abschlusses.

Deutschlands Forschungsministerin Annette Schavan sagte in einer Meldung, dass das neue System in den ersten Jahren für Kontroversen sorgte, dass es aber mittlerweile weitgehend akzeptiert werde. Schavan fügte hinzu, dass das Bachelor/Mastersystem die Anzahl von Studienabbrechern stark verringert habe.

„Noch nie war die studentische Mobilität so hoch wie heute, und noch nie waren die Studienzeiten so kurz wie jetzt“, sagte Schavan. „Die Einführung des Bachelors als frühen berufsqualifizierenden Abschluss bietet den Absolventinnen und Absolventen viele Möglichkeiten der Karriereplanung“.

Schavan fügte hinzu, dass das Ministerium weiterhin Programme zur Förderung der Qualität in der Hochschullehre finanzieren werde. In den „kommenden Jahren” werde die Bundesregierung etwa 2 Milliarden Euro ausgeben, um Lehre und Studienbedingungen zu verbessern, sagte das Ministerium in einer Mitteilung.