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Deutschland verzeichnet höchste Anzahl von internationalen Studenten

Deutschland war in 2011 das Zielland von über einer halben Millionen internationaler Studenten, nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.

Letztes Jahr kamen mehr als 11 Prozent aller Studenten in Deutschland aus dem europäischen und internationalen Ausland, sagte der DAAD während einer Konferenz in Bonn am 26. Juli. Die meisten internationalen Studenten, etwa 23,000, kämen aus China, jedoch sei Deutschland auch ein beliebtes Ziel für Studenten aus Russland, Bulgarien, Polen und Österreich.

Der DAAD sagte, dass die hohe Anzahl von chinesischen Studenten auch darin begründet sei, dass es mittlerweile mehr als 750 Hochschulkooperationen zwischen Deutschland und China gäbe. „Immer häufiger geht es dabei nicht nur um den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, sondern auch um die gemeinsame Entwicklung von Curricula oder sogar den Export ganzer Studiengänge nach China“, sagte Niels Albers, der Leiter des Chinareferats im DAAD.

Daten zur Anzahl internationaler Studenten werden jedes Jahr vom DAAD in der Wissenschaft Weltoffen Studie veröffentlicht. Etwa ein Drittel aller internationalen Studenten in Deutschland kommt aus Asien und etwa die Hälfte kommt aus europäischen Ländern. Die Daten zeigen, dass Osteuropa immer noch die häufigste Herkunftsregion für internationale Studenten ist, jedoch erhöht sich die Anzahl von Studenten aus Frankreich, Österreich und Spanien jedes Jahr.

Deutschland liegt weltweit an vierter Stelle der Lieblingsländer von Studenten, die außerhalb ihres Heimatlandes studieren. Die USA, Großbritannien und Australien bilden hier die ersten Plätze, Deutschland ist jedoch das beliebteste Studienland für Studenten, die in ein Land gehen in dem Englisch nicht die Muttersprache ist.

Die DAAD-Daten zeigen auch, dass deutsche Studenten gerne und oft ins Ausland gehen. In der jüngsten Datenerhebung in 2009 wurde gezeigt, dass in jenem Jahr etwa 115,000 deutsche Studenten ihr Studium im Ausland begonnen oder fortgesetzt haben.